Berichte


Ergebnis der Kontrolle des Fledermausquartiers 2017

Kürzlich fand wieder die alljährliche Kontrolle eines Fledermausquartiers in der Allendorfer Gemarkung durch Mitglieder der Vogelfreunde Allendorf/Lda. (NABU-Gruppe) statt. Bei dieser Kontrolle will man feststellen, von wie vielen winterschlafenden Fledermäusen  das Quartier – das fledermausfreundlich hergerichtet wurde- zum Überwintern genutzt wird.

 

Von Robert Buining, Wolfgang Lenz, Peter Mende, Herbert Reinhardt und Hans-Erich Wißner wurden insgesamt 29 Tiere entdeckt. Diese hängen kopfüber zum Schlafen an Steinvorsprüngen oder an der rauen Innenwand von Drainageröhren oder Hohlblocksteinen, die Kälteschutz bieten.

 

Da die Fledermäuse nur sehr kurz dem Licht ausgesetzt werden dürfen, ist die Artenzuordnung der Tiere schwierig, zumal die Arten sich nur in wenigen Merkmalen unterscheiden. Immerhin 3 verschiedene Arten konnten unterschieden werden:

 

Zwergfledermaus, Fransenfledermaus und Braunes Langohr.

 

Die Teilnehmer der Kontrollaktion waren erfreut, dass der Winterbestand im Vergleich zum Vorjahr  etwas angestiegen ist.

 

Eine Bitte an alle Naturfreunde:

 

Winterschlafende Fledermäuse, die Sie  z.B. in Kellern finden, niemals aufwecken (nicht berühren, nicht länger anleuchten). Winterquartiere nicht unnötig mehrfach kontrollieren und alle Störungen vermeiden. In Fledermaus-Winterquartieren niemals offenes Licht (Karbidlampen oder gar Fackeln) verwenden und nicht rauchen. Ein plötzliches Erwachen der Tiere kann die Energie für ca. 2 Wochen Winterschlaf kosten.

 

Fotos: R.Buining / Text: Dr. P. Mende

 

 

 


Der Wendehals auch im Lumdatal

Obwohl der Wendehals in seiner Gestalt eher einem Singvogel gleicht, gehört  er aber zur Familie der Spechte. Der schlanke Vogel ist ca. 17 cm groß und hat ein Gewicht von ca. 40 Gramm.  Der Wendehals kann seinen Kopf um  mehr als 180 Grad drehen, daher sein Namen. Ein Feinschmecker ist der Wendehals, seine Nahrung besteht aus Ameisen, Spinnen, kleine Käfer, Blattläuse und andere Insekten. Er  ist ein Höhlenbrüter, der aber nicht selbst baut, sondern in alten Specht Löcher oder natürlichen Baumhöhlen brütet. Etwa Mitte Mai beginnt das Weibchen mit der Ablage von 7 bis 9 weißen Eiern, die ca. 14 Tage bebrütet werden, nach ca. 22 Tagen verlassen die Jungen die Höhle. Die meisten dieser Vögel kommen in Russland vor, da wird der Bestand auf mehr als 600.000 Brutpaare  geschätzt. In Deutschland, die Niederlande, der Schweiz, und Österreich steht dieser Vogel auf der Roten Liste. Antreffen kann man diesen Vogel z.B. auf Steuobstwiesen und auch in lichten Wäldern. In Allendorf(Lumda) sind dieses Jahr 3 Beobachtungen registriert.

 

Bild/Text  Robert Buining

 


Der Uhu in Allendorf / Lumda

Kaum zu finden, der Uhu der sich, gut getarnt, auch dieses Jahr wieder in der Gemarkung Allendorf um neuen Nachwuchs kümmert. Von 1996 bis 2015 sind 33 junge geschlüpt. Vorwiegend ist der Uhu dämmerungs- und nachtaktiv. Bevorzugt wird felsiges Gelände, wo dann auch die Brut stattfindet.

Foto/Text R.Buining   5/2011


Der Waldkauz

Der Waldkauz gehört zur Familie der  Eulen, Die vorwiegend nachtaktiven Vögel halten sich tagsüber an einem geschützten Platz in den Bäumen auf, wie auf dem Bild gut zu sehen ist. Der Waldkauz hat eine Körperlänge von ca. 40 cm und ein Gewicht von ca. 550 Gramm. So wie bei vielen Rassen ist das Weibchen etwas größer als das Männchen. Die helle und dunkle Streifung dient der Tarnung. Die Brutzeit beginnt Anfang März, das Weibchen legt drei bis fünf weiße Eier, mit einer Brutzeit von ca. 28 Tagen. Die nächsten ca. 33 Tage verbleiben die Jungvögel im Nest. Danach sitzen die Jungen auf Ästen in der Umgebung. Neben Kleintieren, wie Ratten und Mäusen, hat der Waldkauz auch Insekten und Regenwürmer auf seinem Speiseplan.

Seine Feinde sind Uhu, Habicht, Sperber und Bussard. Die Lebenserwartung im den Gefangenschaft liegt bei bis zu 17 Jahren. In der freien Natur deutlich niedriger.

Bild/Text  Robert Buining